Tony Parsons' göttliche Puppen.

Auf einer seiner CDs sprach Tony Parsons davon, dass wir wie göttliche Puppen (divine puppets) wären. Auf einem Meeting darauf angesprochen gab er folgende Erklärung:

„Es ist einfach nur Einheit, die als Körper-Geist Organismus erscheint, was gewissermaßen wie eine göttliche Puppe ist, die, egal was passiert, auf alles antwortet und reagiert ohne jeden Eigenwillen. Jedoch gibt es keinen Puppenspieler. Da ist kein Skript, kein Plan, keine Vorbestimmung, kein Schicksal .... alles ist zeitloses Sein, das als etwas erscheint, das zu passieren scheint.“        (Tony Parsons - nothing being everything)

Wenn es auch den Puppenspieler so nicht geben mag, so könnten wir doch von ihm etwas lernen. Was ist das Besondere an einem Puppenspieler? Wir sehen jemanden, der vielleicht mit eigenen Händen und viel Geschick eine Puppe herstellt, sie liebevoll einkleidet und ihr seine Stimme schenkt. Was passiert während des Spiels? Es ist leicht vorstellbar, wie sich der Puppenspieler auf der Bühne mit der Puppe identifiziert, mit ihr eins wird und sich selbst völlig vergisst. Irgendwann fällt der Vorhang. Der Puppenspieler kehrt zu sich selbst zurück, die Puppe wird von all dem nicht berührt.

Was für den Puppenspieler die Puppe ist, ist für den Menschen sein Geist-Körper: die göttliche Puppe. Sollte eines Tages der Schleier fallen, dann  nicht für die Puppe, sondern für den Menschen.

Tony Parsons' göttliche Puppen II

Detlef B. Bartel

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