Gott offenbart sich nicht in der Welt

Folgende denkwürdigen Worte verdanken wir ebenfalls Ludwig Wittgenstein:
Wie die Welt ist, ist für das Höhere vollkommen gleichgültig. Gott offenbart sich nicht in der Welt.“

Auch in diesem Fall gilt die zuvor zitierte Regel der Mengenlehre: Eine Menge vermag sich nicht selbst als Untermenge zu enthalten. So kann sich Gott nicht in der Welt darstellen, doch weist alles in seiner Schöpfung auf ihn hin.

Demnach wäre es sinnlos, in der Welt nach Gott zu suchen. Ebenso sollte es keinen Sinn machen, in einer Wirklichkeit, die wir sie selbst erschaffen haben, nach unserem Selbst zu suchen. Wie Wittgenstein schon sagte: 

Das Subjekt gehört nicht zur Welt, sondern ist eine Grenze der Welt.“ 

Detlef B. Bartel

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