Das farblose Nichts

Wollten wir dem Blumengirlanden-Sutra vertrauen, dann wäre „die Natur des gesamten Universums nur vom Geist alleine erschaffen“. Diese Aussage scheint auf den ersten Blick mit unserer Alltagswelt zu kollidieren. Bei näherer Betrachtung wird man jedoch feststellen, dass die heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisse diesem Konzept nicht grundsätzlich widersprechen. 

So ist es unter Wissenschaftlern schon seit langem kein Geheimnis, dass die Natur farblos ist. Schließlich setzt sich Materie aus kleinsten Atomen zusammen und diese bestehen größtenteils - zu 99.99 % - aus luftleerem Raum. Dennoch sehen wir Farben.

Farben haben wir allein den Photonen zu verdanken, die von Atomen emittiert werden, sobald diese durch Licht angeregt werden. Wenn diese Photonen nun das Auge erreichen, erzeugen sie dort Nervenimpulse, die im Gehirn eine Farbwahrnehmung hervorrufen.

Farben sind wie die Süße des Zuckers, der Duft der Rose und vieles andere mehr rein geistige Produkte und nicht Eigenschaften der Natur.

Detlef B.  Bartel 

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