Das Subjekt gehört nicht zur Welt.  

„Das Subjekt gehört nicht zur Welt, sondern ist eine Grenze der Welt.“ 

Diese Worte Ludwig Wittgensteins besagen, dass es keinen Sinn macht, in der Welt nach dem Subjekt zu suchen. Mit Subjekt ist das bewusste Wesen gemeint. Das Bewusstsein stellt die Voraussetzung für das Erleben der Welt dar und kann somit nicht ein Teil von ihr sein. Andernfalls würde man sich in unlösbare logische Widersprüche verwickeln.  Jedoch weist alles, was wir erleben, auf das bewusste Wesen hin.

Ähnlich verhält es sich mit dem Fluss und seiner Quelle: Der Fluss erlaubt keinen Zweifel an der Existenz der Quelle. Weil die Quelle selbst nicht fließt, gehört sie im engeren Sinne nicht zum Fluss. Sie ist eine seiner Grenzen. Und so angestrengt wir auch im Fluss suchen, er vermag uns nichts über die Quelle zu verraten. 


Detlef B. Bartel 


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